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Importiert@odus · 28. Feb., 21:42
Zusammenfassung der Unterhaltung
Der Kernkonflikt von Wang Anshis (王安石) Reformen lag im Widerspruch zwischen Staatsreichtum und Volksarmut, der schließlich durch Finanzkorruption und militärische Niederlagen zur Katastrophe von Jingkang (靖康之变) führte. Der systemische Fehler der Song-Dynastie, die Zivilverwaltung zu betonen und das Militär zu vernachlässigen, führte dazu, dass Di Qing (狄青) von Zivilbeamten schikaniert wurde und starb, Yue Fei (岳飞) aufgrund kaiserlichen Misstrauens ermordet wurde, und Zhu Xis (朱熹) „Vier Bücher“ (四书) die „Fünf Klassiker“ (五经) als Standard der Ming- und Qing-Prüfungen ersetzten, was die Gedankenkontrolle verstärkte.
Unterhaltung
Erklären Sie mir ausführlich die Reformen von Wang Anshi.
Warum ist Wang Anshi so früh in den Ruhestand gegangen?
Dies ist ein sehr großes und tragisches historisches Thema.
Die Reformen von Wang Anshi (Xining-Reformen) sind in der chinesischen Geschichte nach den Reformen von Shang Yang die systematischsten, umstrittensten und modernsten Reformen. Um zu verstehen, warum Wang Anshi „früh in den Ruhestand ging“ (eigentlich zog er sich nach zweimaliger Entlassung als Kanzler vollständig zurück), muss man zuerst das Wesen dieser Reformen und den Widerstand, dem sie begegneten, verstehen.
Teil 1: Tiefgehende Analyse der Reformen von Wang Anshi
In der mittleren Nördlichen Song-Dynastie schien die Blütezeit, aber in Wirklichkeit stand sie vor einer schweren Krise der „drei Überflüsse und zwei Anhäufungen“:
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Drei Überflüsse: Überflüssige Beamte (zu viele Beamte), überflüssige Soldaten (große Armee, aber schwache Kampfkraft), überflüssige Ausgaben (riesige Staatsausgaben).
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Zwei Anhäufungen: Anhäufung von Armut (leere Staatskasse), Anhäufung von Schwäche (ständige Niederlagen gegen äußere Feinde).
Nach seiner Thronbesteigung wollte Kaiser Shenzong das Land reich und die Armee stark machen, was perfekt mit Wang Anshis radikaler Reformidee „Keine Angst vor Naturkatastrophen, kein Respekt vor den Regeln der Vorfahren, keine Rücksicht auf die Kritik der Menschen“ zusammenpasste.
1. Kernlogik der Reformen: Keimform des Staatskapitalismus
Wang Anshis Reformen unterschieden sich von der traditionellen „Ausgabenkürzung“; er befürwortete „Einnahmeerhöhung“. Seine Kernlogik war ihrer Zeit weit voraus und ähnelte der modernen staatlichen Wirtschaftsintervention:
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Staatliche Eingriffe in den Markt: Bekämpfung des Monopols von Großhändlern und mächtigen Clans, der Staat sollte Preise stabilisieren und Kredite vergeben.
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Reichtum für Stärke: Durch die Erhöhung der Staatseinnahmen sollten schlagkräftige Truppen finanziert werden.
2. Wichtige Maßnahmen (um die Widerstandsquellen zu sehen)
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Das Grüne-Sprossen-Gesetz (umstrittenste):
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Ursprüngliche Absicht: In Zeiten der Not sollte der Staat den Bauern zinsgünstige Kredite geben, um zu verhindern, dass sie von Grundbesitzern durch Wucherzinsen ausgebeutet werden; der Staat könnte auch Zinsen einnehmen.
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Realität: Es wurde zur Zwangsverteilung. Lokale Beamte zwangen aus Karrieregründen auch reiche Bauern, die kein Geld brauchten, Kredite aufzunehmen, und die Zinsen wurden immer weiter erhöht, sodass es zu einem „staatlichen Wucherdarlehen“ wurde.
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Das Marktausgleichsgesetz / Das Transportausgleichsgesetz:
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Ursprüngliche Absicht: Der Staat richtete Institutionen ein, um offiziell Handel zu treiben, Preise zu stabilisieren und Spekulationen von betrügerischen Händlern zu bekämpfen.
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Realität: Es griff in die Interessen der kaiserlichen Verwandten und Großhändler ein und führte zu einer Situation, in der der Staat „mit dem Volk um Profit konkurrierte“ (sogar Obstverkäufern wurde das Geschäft vom Staat weggenommen).
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Das Milizgesetz:
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Ursprüngliche Absicht: Die Bauern sollten auch Soldaten sein; in Friedenszeiten sollten sie Landwirtschaft betreiben und militärisch trainieren, im Kriegsfall einberufen werden, um die Kosten für die Unterhaltung der Armee zu senken.
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Realität: Es belästigte die Bevölkerung schwer; die Menschen verstümmelten sich sogar selbst, um der Miliz zu entgehen.
Teil 2: Warum ist Wang Anshi so früh „in den Ruhestand“ gegangen?
Zunächst muss klargestellt werden, dass Wang Anshi 65 Jahre alt wurde, was im Altertum kein früher Tod war. Aber nach seiner zweiten Entlassung als Kanzler im Alter von 55 Jahren (1076) zog er sich vollständig aus dem politischen Zentrum zurück und lebte zehn Jahre lang in Jinling (Nanjing) im Ruhestand, bis zu seinem Tod.
Für einen Politiker ist 55 das beste Alter. Dass er so früh „in den Ruhestand“ ging, lag nicht an körperlicher Schwäche, sondern am vollständigen Zusammenbruch des politischen Umfelds, der zwischenmenschlichen Beziehungen und seiner geistigen Welt.
1. Die Reformen gerieten in eine Sackgasse: Große Kluft zwischen Ideal und Realität
Wang Anshis größte Tragödie war: Der Bauplan war perfekt, aber die Baufirma war katastrophal.
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Falsche Personalauswahl: Edle Männer (wie Sima Guang, Su Shi) lehnten die Reformen größtenteils ab. Um die neuen Gesetze durchzusetzen, musste Wang Anshi Opportunisten wie Lü Huiqing, Zhang Dun und Cai Jing einsetzen. Diese glaubten nicht an die neuen Gesetze, sondern nutzten sie nur als Werkzeug zur Bereicherung und zum Aufstieg.
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Volkszorn: Der berühmte Vorfall mit dem „Bild der fliehenden Bevölkerung“ (von Zheng Xia eingereicht) zeigte das Elend der Menschen, die durch die neuen Gesetze heimatlos wurden. Dies hatte einen großen psychologischen Einfluss auf Kaiser Shenzong und erschütterte die Legitimität der Reformen.
2. Verlassen von allen: Nicht nur Angriffe von Feinden, sondern auch Verrat von Verbündeten
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Angriffe der alten Fraktion: Die konservativen Kräfte wie Sima Guang, Großkaiserinmutter Cao und Kaiserinmutter Gao waren extrem stark; sie warfen Wang Anshi vor, das Volk auszuplündern.
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Verrat des Kernverbündeten (tödlicher Schlag): Lü Huiqing war von Wang Anshi persönlich als „Nachfolger“ gefördert worden. Als Wang Anshi zum ersten Mal als Kanzler entlassen wurde, verriet Lü Huiqing, um die alleinige Macht zu erlangen, nicht nur die ursprünglichen Reformziele, sondern verleumdete Wang Anshi sogar persönlich und benutzte private Briefe von Wang Anshi (die respektlose Äußerungen über den Kaiser enthielten), um ihn zu erpressen. Dieser politische Verrat ließ Wang Anshi völlig verzweifeln.
3. Das Schwanken des Kaisers (Vertrauenskrise von Shenzong)
Obwohl Kaiser Shenzong die Reformen unterstützte, war er nicht wie Herzog Xiao von Qin, und Wang Anshi war nicht wie Shang Yang. Kaiser Shenzongs Charakter war schwankend; er wollte sowohl das Land reich und die Armee stark machen als auch den Vorwurf der „Unterdrückung des Volkes“ vermeiden. Als die Großkaiserinmutter weinte, eine große Dürre kam und die Menschen überall flohen, schwand das Vertrauen von Shenzong in Wang Anshi. Ohne die absolute Unterstützung des Kaisers waren die Reformen unmöglich.
4. Großes persönliches seelisches Trauma: Der Schmerz, einen Sohn zu verlieren
Dies war auch der direkte Auslöser für Wang Anshis vollständigen Rücktritt.
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Wang Anshis ältester Sohn Wang Pang (pāng) war hochbegabt und der Kernstratege der Reformen, aber sein Charakter war extrem; er schlug sogar vor, die alten Fraktionsmitglieder, die die Reformen behinderten, zu töten.
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In den heftigen politischen Kämpfen war Wang Pang körperlich und geistig erschöpft und starb im Alter von nur 33 Jahren. Der Tod seines Sohnes zerstörte Wang Anshis Willen völlig. Er erkannte, dass die Reformen nicht nur das Land nicht retten konnten, sondern auch seine eigene Familie zerstört hatten; er war körperlich und geistig erschöpft.
Zusammenfassung: Der einsame Reformer
Wang Anshis „früher Ruhestand“ war eigentlich eine politische Todeserklärung.
Nach seiner zweiten Entlassung als Kanzler im Jahr 1076 durchschaute er die Dunkelheit der Beamtenwelt, die Gier der menschlichen Natur und erkannte, dass er in einem Agrarreich kein über seine Zeit hinausgehendes „Finanzsystem“ gewaltsam einführen konnte.
In seinen späten Jahren lebte er zurückgezogen in Jinling (Banshan-Garten) und schrieb viele klare, zen-artige Gedichte, völlig anders als der Kämpfer seiner Jugend, der „keine Angst vor Naturkatastrophen“ hatte. Dies war nicht nur Ruhestand, sondern auch eine resignierte Kapitulation vor einer unveränderbaren Zeit.
Zitat: Der Historiker Huang Renyu kommentierte einmal: Wang Anshis Scheitern lag daran, dass er versuchte, mit den Finanzkontrollmethoden einer modernen Handelsgesellschaft eine traditionelle Agrargesellschaft zu verwalten, der die Fähigkeit zur digitalen Verwaltung fehlte.
Möchten Sie, dass ich ...
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Tiefgehender Vergleich: Detaillierter Vergleich der politischen Ideen von Wang Anshi und Sima Guang (Führer der alten Fraktion)?
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Moderne Perspektive: Analyse, warum das „Grüne-Sprossen-Gesetz“ als gescheiterter Vorläufer moderner „Mikrokredite“ angesehen wird?
Waren Wang Anshis Reformen teilweise erfolgreich? War Wang Anshi politisch so unfähig?
Das ist eine sehr scharfsinnige Frage. Sie betrifft nicht nur die Bewertung historischer Fakten, sondern auch den Kern von Wang Anshis Persönlichkeit als Politiker.
Kurz gesagt: Die Reformen waren auf dem Papier ein großer Erfolg, man könnte sogar sagen, sie machten das Land „plötzlich reich“; aber Wang Anshis politische Fähigkeiten waren nicht einfach „schlecht“, sondern extrem „einseitig“.
Im Folgenden werde ich diese beiden Aspekte für Sie aufschlüsseln:
I. Waren die Reformen teilweise erfolgreich?
Die Antwort ist ja. Wenn man „Reichtum und Stärke“ als KPI (Key Performance Indicator) betrachtet, hat Wang Anshi nicht nur die Ziele erreicht, sondern sogar übertroffen.
1. Großer finanzieller Erfolg (prall gefüllte Staatskasse)
Wang Anshis wichtigstes Ziel war die Lösung der Finanzkrise (Anhäufung von Armut). In dieser Hinsicht waren die Reformen erstaunlich effektiv.
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Gefüllte Staatskasse: Durch Maßnahmen wie das Marktausgleichsgesetz und das Befreiungsdienstgesetz wurden die Gewinne, die früher an Großhändler und mächtige Clans flossen, in die Staatskasse umgeleitet. Historische Aufzeichnungen berichten, dass nach den Reformen die Getreidespeicher und Geldreserven des Song-Staates überquollen, „die Lagerhäuser im ganzen Land waren übervoll“.
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Sogar „Inflation“ ausgelöst: In der Zeit von Kaiser Shenzongs Sohn, Kaiser Zhezong, waren die Schulden nicht nur getilgt, sondern die gelagerten Vorräte reichten sogar für zwanzig Jahre.
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Fazit: Die Song-Regierung verwandelte sich von einer „armen Regierung“ über Nacht in einen Superreichen.
2. Teilerfolge im Militär (Erschließung von Xihe)
Wang Anshi konnte nicht nur Geld beschaffen; er hatte auch eine gute militärstrategische Vision.
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Gegen den Widerstand vieler unterstützte er den berühmten General Wang Shao bei der Umsetzung der Strategie zur „Erschließung von Xihe“.
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Ergebnis: Die Song-Armee eroberte erfolgreich über 2000 Li Land in den Regionen Xi und He und brachte die verschiedenen tibetischen Stämme unter ihre Kontrolle. Dies war der größte strategische Sieg der Nördlichen Song-Dynastie seit ihrer Gründung gegen die Westliche Xia und die Tibeter. Es bewies, dass Wang Anshis Logik „Reichtum für Stärke“ kurzfristig funktionierte.
3. Warum wurde es trotz des Erfolgs abgelehnt?
Weil der Preis zu hoch war.
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Reicher Staat, armes Volk: Der Staat hatte Geld, aber woher kam es? Nicht durch eine massive Produktivitätssteigerung, sondern durch „Ausplünderung“ der Bevölkerung. Das Leben der Menschen verbesserte sich nicht, sondern wurde durch die Schikanen der Beamten noch schwerer.
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Raubbau: Dieser finanzielle Überschuss basierte auf der Überbeanspruchung der Vitalität des Volkes. Dies war einer der Gründe, warum die Nördliche Song-Dynastie einige Jahrzehnte nach den Reformen (zur Zeit von Kaiser Huizong) schnell zusammenbrach – die Bevölkerung war bereits ausgezehrt.
II. War Wang Anshis politisches Geschick wirklich so schlecht?
Hier ist eine differenzierte Betrachtung nötig. Wang Anshi war ein „erstklassiger Designer, zweitklassiger Operateur, drittklassiger Kommunikator“.
Er hatte durchaus Fähigkeiten, aber seine Methoden waren in diesem traditionellen bürokratischen System „nicht angepasst“.
1. Seine Stärke: Den „einzigen Chef“ für sich gewinnen
Es ist unfair zu sagen, sein politisches Geschick sei schlecht gewesen, denn er schaffte etwas, was unzähligen berühmten Ministern nicht gelang – die alleinige Gunst des Kaisers für über ein Jahrzehnt.
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Er erkannte genau den Wunsch von Kaiser Shenzong, schnell Ruhm und Erfolg zu erlangen.
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Mit einem vollständigen theoretischen System (Neue Lehre) überzeugte er den Kaiser, dass es außer den Reformen keinen anderen Weg gab und außer ihm niemand geeignet war.
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Bewertung: Im „Management nach oben“ (Managing Up) war er ein Meister.
2. Seine tödliche Schwäche: Charakter ist Schicksal („Der starrsinnige Minister“)
Wang Anshi hatte den berühmten Spitznamen „Der starrsinnige Minister“, was bedeutet, dass er extrem eigensinnig war. Sein politisches Geschick war in den folgenden drei Punkten „schlecht“:
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A. Mangel an „politischer Kompromissbereitschaft“
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Reife Politiker verstehen, Gemeinsamkeiten zu suchen und Unterschiede zu respektieren, aber Wang Anshis Welt war schwarz-weiß.
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Su Shi war ursprünglich nicht völlig gegen Reformen, machte nur einige moderate Vorschläge, wurde aber von Wang Anshi als Feind betrachtet und aus dem Amt gedrängt.
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Er trieb alle Andersdenkenden (selbst edle Männer) in die Opposition, sodass im Hof nur zwei Arten von Menschen übrig blieben: entweder völlig gehorsame „kleine Leute“ oder hartnäckige „Feinde“.
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B. Extreme Personalphilosophie: Nur nach Haltung, nicht nach Charakter
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Dies war Wang Anshis größter politischer Fehler. Weil edle Männer (wie Sima Guang) alle auf Moral bedacht waren und die belästigenden neuen Gesetze nicht gutheißen konnten, weigerten sie sich zu kooperieren.
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Um die Gesetze durchzusetzen, brachte Wang Anshi die „Drei Unbedenklichkeiten“ (Keine Angst vor Naturkatastrophen, kein Respekt vor den Regeln der Vorfahren, keine Rücksicht auf die Kritik der Menschen) vor. Diese radikale Haltung schreckte die traditionellen Gelehrten-Beamten ab.
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Infolgedessen musste er Leute wie Lü Huiqing, Zhang Dun und Cai Jing einsetzen. Diese hatten zwar Fähigkeiten, aber einen schlechten Charakter; sie führten die neuen Gesetze nicht aus, um das Land zu bereichern, sondern um Geld zu scheffeln und andere zu schikanieren. Am Ende waren es diese Leute, die die Reformen in Verruf brachten und Wang Anshi verrieten.
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C. Überstürztes Handeln, Mangel an Pilotversuchen
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Viele seiner Gesetze (wie das Grüne-Sprossen-Gesetz) funktionierten in kleinen Pilotversuchen gut, aber er wollte zu schnelle Erfolge und führte sie sofort landesweit ein.
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China ist riesig; ein Gesetz, das im Süden funktioniert, kann im Norden eine Katastrophe sein. Er versuchte, das gesamte Reich mit einem Maßstab zu messen, und es mangelte ihm an administrativer Flexibilität.
Zusammenfassung
Wang Anshi war nicht „unfähig“, sondern „seiner Zeit zu weit voraus und zu selbstbewusst“.
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Als technokratischer Beamter: War er erfolgreich; er machte den Staat tatsächlich reich und eroberte Territorien zurück.
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Als politischer Führer: War er gescheitert. Er verstand nicht, dass Politik die „Kunst der Herzen“ ist, nicht nur das „Design von Systemen“.
Er glaubte, dass mit der Unterstützung des Kaisers und perfekten Gesetzen die Welt verändert werden könnte. Aber er vergaß, dass die Gesetze von Menschen ausgeführt werden. Als er die moralisch integersten Menschen seiner Zeit (die alte Fraktion) aus dem Hof vertrieb und die Auslegung Opportunisten überließ, war die Entartung der Reformen bereits besiegelt.
Ist die Nördliche Song-Dynastie zur Zeit von Kaiser Huizong zusammengebrochen? Nicht wegen eines militärischen Zusammenbruchs?
Das ist ein sehr präziser historischer Ansatz. Ihre Intuition ist richtig: Der direkte Grund für den Untergang der Nördlichen Song-Dynastie war tatsächlich der militärische Zusammenbruch des „Jingkang-Vorfalls“.
Aber die historische Forschung geht im Allgemeinen davon aus, dass der militärische Zusammenbruch nur der letzte Strohhalm war, der das Fass zum Überlaufen brachte, während das Kamel bereits vor dem Fall innerlich ausgehöhlt war.
Der Zusammenbruch zur Zeit von Kaiser Huizong war ein typischer „plötzlicher Tod durch inneres Organversagen“. Wenn man nur auf das Militär schaut, kann man nicht erklären, warum eine Supermacht mit einer Million Soldaten und einem Wirtschaftsvolumen, das die Hälfte der damaligen Welt ausmachte, von den gerade erst aus dem Urwald kommenden Jurchen-Kavalleristen wie eine Melone zerstückelt wurde.
Im Folgenden wird für Sie rekonstruiert, warum die Zeit von Kaiser Huizong ein „totaler Zusammenbruch“ war und nicht nur eine militärische Niederlage.
1. Der sogenannte „militärische Zusammenbruch“ war im Wesentlichen ein „Zusammenbruch von Finanzen und Korruption“
Sie fragen sich vielleicht: Haben Wang Anshis Reformen den Staat nicht sehr reich gemacht? Wo ist das Geld geblieben?
Zur Zeit von Kaiser Huizong nutzte der mächtige Minister Cai Jing (der entartete Vollstrecker von Wang Anshis Reformen) unter dem Vorwand, das Erbe von Kaiser Shenzong und Wang Anshi fortzuführen, die Reformen als reine Geldmaschine.
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Das Geld floss nicht in die Armee: Die in den Staatskassen angehäuften Berge von Geld wurden nicht in Kampfkraft umgewandelt, sondern in „Blumen- und Steintransporte“ (Transport von exotischen Pflanzen und Steinen), den Yanfu-Palast und Genyue (super kaiserliche Gärten).
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Ausgehöhlte Armee: Das sogenannte „Beziehen von Gehältern für nicht existierende Soldaten“. Auf dem Papier gab es 800.000 Mann, tatsächlich vielleicht nur 300.000; die restlichen Gehälter wurden von Militär- und Zivilbeamten aufgeteilt.
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Ergebnis: Als die Jin-Armee vor den Toren stand, konnte die zentrale kaiserliche Garde (die Hauptstadtgarnison) nicht einmal genügend Pferde zusammenbringen, und viele Soldaten hatten seit langem keine Waffen mehr in der Hand und waren völlig kampfunfähig.
Fazit: Der militärische Zusammenbruch war die Folge; die Ursache war die politische Korruption, die die Landesverteidigung lahmlegte.
2. Innere Aufstände vor äußeren Bedrohungen (Warnsignal des Fang-La-Aufstands)
Bevor die Jin-Armee nach Süden zog, gab es im Inneren der Nördlichen Song-Dynastie bereits „Explosionen“. Das typischste Beispiel ist der Fang-La-Aufstand.
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Ort: Er fand in der reichsten Region des Südostens statt (Jiangsu und Zhejiang).
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Ursache: Cai Jing und andere nutzten das „Yingfeng-Büro“, um die Bevölkerung auszuplündern (Blumen- und Steintransporte), was dazu führte, dass „das Blut und der Schweiß des Südostens fast ausgetrocknet waren“. Die Menschen konnten nicht mehr überleben.
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Auswirkung: Obwohl der Fang-La-Aufstand niedergeschlagen wurde, verbrauchte er nicht nur die besten Truppen der Song-Dynastie, die Westarmee (die eigentlich zur Verteidigung der Grenzen eingesetzt werden sollte, wurde zur Niederschlagung des Aufstands abgezogen), sondern zeigte auch, dass „reicher Staat, armes Volk“ den kritischen Punkt erreicht hatte. Wenn ein Land innerlich zu faulen beginnt, reicht ein kleiner äußerer Anstoß, um es zum Einsturz zu bringen.
3. Selbstmord der Außenpolitik: Der Seebündnisvertrag
Die Großmannssucht von Kaiser Huizong und Cai Jing führte zu einem fatalen strategischen Fehlurteil.
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Bündnis mit Jin zur Vernichtung von Liao: Um die sechzehn Präfekturen von Yanyun zurückzuerobern, beschloss die Nördliche Song-Dynastie, sich mit dem neu aufgestiegenen Jin-Staat (Jurchen) zu verbünden, um den alten Rivalen Liao anzugreifen.
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Wenn die Lippen verschwinden, frieren die Zähne: Obwohl Liao ein Feind war, war es in der späteren Phase tatsächlich ein Schutzschild für die Song-Dynastie gegen die nördlichen Nomadenvölker. Die Song-Dynastie zerstörte diesen Schild eigenhändig und lockte den noch wilderen Tiger (Jin) vor die eigene Haustür.
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Die Blöße gezeigt: Beim Angriff auf Liao zeigte die von Tong Guan geführte Song-Armee eine erbärmliche Leistung und wurde von der bereits erschöpften Liao-Armee schwer geschlagen. Diese Szene wurde von der danebenstehenden Jin-Armee beobachtet, und die Jin erkannten sofort: „Die Song sind so reich, aber so schwach.“
4. Zusammenbruch auf geistiger Ebene: Eskapismus von Herrscher und Ministern
Dies ist vielleicht der bedauerlichste Punkt. Selbst in der kritischen Situation hatte die Nördliche Song-Dynastie nicht völlig keine Chance (die Stadtmauern waren hoch, die Vorräte reichlich, und Hilfstruppen waren noch unterwegs).
Aber Kaiser Huizong Zhao Ji war ein „hochbegabter Künstler und Feigling“.
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Als die Jin-Armee zum ersten Mal kam, bekam er solche Angst, dass er sofort den Thron an seinen Sohn (Kaiser Qinzong) übergab und mit seinen Vertrauten floh.
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Die Kriegsbefürworter (wie Li Gang) organisierten gerade eine effektive Verteidigung, wurden aber von den Friedensbefürwortern entlassen, aus Angst, die Jin zu provozieren.
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Der gesamte Hof schwankte ständig zwischen „Krieg“ und „Frieden“ hin und her, ohne strategische Beständigkeit, und verspielte schließlich ein gutes Blatt.
Zusammenfassung
Wang Anshis Reformen hinterließen der Song-Dynastie ein riesiges Erbe (volle Staatskassen).
Aber in den Händen von Kaiser Huizong wurde dieses Erbe nicht in Verteidigungsausgaben oder Infrastruktur umgewandelt, sondern in:
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Luxusgüter (Genyue, Blumen- und Steintransporte);
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Falsche Blütezeitillusionen (Schönfärberei);
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Geldautomaten für korrupte Beamte.
Daher war der Zusammenbruch zur Zeit von Kaiser Huizong oberflächlich ein militärischer Zusammenbruch (konnte der Jin-Armee nicht widerstehen), aber tatsächlich ein systemischer Kollaps durch politische Korruption.
Wie die Nachwelt urteilte: „Der Untergang der Song-Dynastie lag nicht an der Jin-Dynastie, sondern an den sechs Dieben (Cai Jing und anderen bösen Ministern).“ Und diese „sechs Diebe“ waren genau diejenigen, die durch die verdrehten Reformen aufgestiegen waren.
Erklären Sie mir die Details des Jingkang-Vorfalls.
„Die Schande von Jingkang ist noch nicht getilgt; der Groll der Untertanen, wann wird er enden!“ – Yue Fei, „Der Fluss ist rot“
Der Jingkang-Vorfall (1126-1127) ist eine der schändlichsten und grausamsten Seiten der chinesischen Geschichte. Er war nicht nur der Untergang einer Dynastie, sondern auch ein vernichtender Schlag gegen das Han-Chinesische Regime auf dem Höhepunkt seiner Zivilisation.
Es war keine einfache militärische Niederlage, sondern eine „magisch-realistische“ politische Selbstmordvorstellung.
Im Folgenden wird für Sie der Ablauf dieser Katastrophe in drei Phasen detailliert rekonstruiert:
Erste Phase: Den Wolf ins Haus holen und die erste Belagerung (Anfang 1126)
Alles begann damit, dass Kaiser Huizong aus Großmannssucht die sechzehn Präfekturen von Yanyun zurückerobern wollte, ohne auf die Wahrheit zu achten, dass „wenn die Lippen verschwinden, die Zähne frieren“. Er verbündete sich mit dem neu aufgestiegenen Jin-Staat, um den Liao-Staat zu vernichten. Sobald Liao tot war, lag die Song-Dynastie, dieser „fette, aber wehrlose“ Reiche, schutzlos vor dem Wolfsrudel der Jin.
- Die Jin-Armee zieht nach Süden, Huizong schiebt die Verantwortung ab:
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Im Winter 1125 zog die Jin-Armee in zwei Kolonnen nach Süden.
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Als Kaiser Huizong die Nachricht hörte, war seine erste Reaktion nicht Widerstand, sondern „Wutausbruch, sprachlos“, dann übergab er sofort den Thron an seinen Sohn Zhao Huan (Kaiser Qinzong) und floh mit den bösen Ministern wie Cai Jing noch in derselben Nacht nach Süden.
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Kaiser Qinzong (Zhao Huan) wurde unter Weinen und Widerstand in die Drachenrobe gezwungen; dieser 26-jährige junge Kaiser war völlig hilflos.
- Li Gang verteidigt die Stadt, die Jin-Armee zieht sich zurück:
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Als die Jin-Armee zum ersten Mal die Hauptstadt Bianjing (heute Kaifeng, Henan) umzingelte, übernahm der kriegsbefürwortende Minister Li Gang in einer kritischen Stunde das Kommando. Er organisierte die Bevölkerung und die kaiserliche Garde zur Verteidigung der Stadt und überwachte sogar persönlich die Kämpfe auf der Mauer.
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Zu diesem Zeitpunkt war die Jin-Armee tatsächlich zahlenmäßig unterlegen (tief im Feindesland) und wollte sich angesichts des entschlossenen Widerstands der Song zurückziehen.
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Aber der Song-Hof war zu Tode erschrocken; selbst in einer noch erträglichen Situation willigte er in die enormen Lösegeldforderungen der Jin ein (fünf Millionen Unzen Gold, fünfzig Millionen Unzen Silber usw.) und trat die drei Präfekturen Taiyuan, Zhongshan und Hejian ab. Die Jin-Armee zog mit der Beute zufrieden nach Norden.
Zweite Phase: Selbstmörderische Aktionen (Mitte 1126)
Sobald die Jin-Armee weg war, wechselten die Song-Herrscher und -Minister sofort von „extremer Angst“ zu „extremer blinder Selbstüberschätzung“ und begannen eine Reihe atemberaubender Fehlentscheidungen, die direkt zur zweiten Belagerung führten.
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Rücknahme der Gebietsabtretung: Kaiser Qinzong tat es leid, die drei Präfekturen abzutreten, und befahl, sie zu halten. Dies gab der Jin-Armee einen Vorwand für einen erneuten Angriff – „Die Song sind wortbrüchig“.
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Sogar versucht, die Jin-Armee zu spalten: Die Song versuchten sogar, einen General der Jin (Xiao Zhonggong) zum Überlaufen zu bewegen, aber dieser Geheimbrief wurde direkt dem Jin-Oberbefehlshaber übergeben. Die Jin waren wütend: Wenn ihr mit uns spielen wollt, dann vernichten wir euch.
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Entlassung von Li Gang: Um die Friedensbefürworter zu besänftigen, entließ Kaiser Qinzong seinen Retter, den Kern der Kriegsbefürworter Li Gang, und verbannte ihn aus der Hauptstadt, wodurch er seine eigene Mauer niederlegte.
Dritte Phase: Fall der Stadt und „Scharlatan rettet das Land“ (Winter 1126 – Anfang 1127)
Im Winter 1126 kam die Jin-Armee zurück und umzingelte Bianjing zum zweiten Mal. Diesmal akzeptierten sie keine Verhandlungen; das Ziel war die Vernichtung des Staates.
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Hilfstruppen aus allen Richtungen werden blockiert: Bei der ersten Belagerung kamen noch alte Generäle wie Zhong Shidao mit der Westarmee zur Hilfe. Aber diesmal wurden die Hilfstruppen aufgrund der chaotischen Befehlsgebung und des Defätismus des Hofes entweder blockiert oder zögerten; Bianjing wurde zu einer isolierten Insel.
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Die absurdeste Szene: Guo Jings „Sechs-Jia-Göttertruppen“
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Zu dieser Zeit waren die Mauern von Bianjing hoch, die Vorräte reichlich; bei einer entschlossenen Verteidigung hätte die Stadt monatelang durchhalten können.
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Aber Kaiser Qinzong und Kanzler He Li glaubten an einen Scharlatan namens Guo Jing. Guo Jing prahlte, er beherrsche die „Sechs-Jia-Methode“, könne Bohnen in Soldaten verwandeln und den Jin-Oberbefehlshaber lebend fangen.
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Verhängnisvoller Befehl: Am 25. Tag des 11. Monats des Jahres 1126 forderte Guo Jing, die Stadttore weit zu öffnen und alle Verteidiger von den Mauern zu entfernen, um die „Götter nicht zu beleidigen“.
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Kaiser Qinzong stimmte zu! Die Tore wurden weit geöffnet, Guo Jing stürmte mit ein paar tausend Gaunern hinaus, um seine Zauberei vorzuführen, und wurde sofort von der Jin-Armee niedergemetzelt. Die Jin-Armee strömte durch die offenen Tore herein.
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Die blühendste Hauptstadt der Nördlichen Song-Dynastie fiel aufgrund einer Farce.
Vierte Phase: Höllische Plünderung (1127)
Nach dem Fall der Stadt begann die eigentliche „Schande von Jingkang“. Die Jin-Armee zog nicht sofort in die Stadt ein, sondern verlangte, dass die Song-Kaiser ins Jin-Lager kommen, um zu kapitulieren.
- Die beiden Kaiser in Gefangenschaft:
- Die beiden Kaiser Huizong und Qinzong, in Trauerkleidung, knieten im Jin-Lager und baten um Gnade. Dies ist ein äußerst seltener Fall in der chinesischen Geschichte, dass zwei Kaiser gleichzeitig gefangen genommen wurden.
- Erpresserische Entschädigungen:
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Die Jin stellten eine astronomische Entschädigungsforderung. Die Staatskasse war leer. Was tun? Frauen als Schuldenzahlung.
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Historische Aufzeichnungen berichten, dass die Beamten von Kaifeng wie verrückt in der Stadt kaiserliche Verwandte, Beamtenfamilien und sogar die Frauen und Töchter einfacher Bürger verhafteten und ins Jin-Lager schickten, um Gold und Silber zu ersetzen.
- Strapazen auf dem Weg nach Norden:
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Im April 1127 zog die Jin-Armee mit der Beute nach Norden.
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Die Gefangenenliste umfasste: die beiden Kaiser Huizong und Qinzong, Kaiserinnen, Konkubinen, Prinzen, kaiserliche Verwandte, Hofmusiker, Handwerker usw., insgesamt über 100.000 Menschen.
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Die über Jahrhunderte angesammelten Bücher, Klassiker, Instrumente (wie Armillarsphären) der Nördlichen Song-Dynastie wurden alle geraubt.
Warum wird dies als „Schande“ bezeichnet?
Neben dem Untergang des Staates lag es vor allem an der Demütigung der Menschenwürde während des Prozesses:
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Das Schafziehen-Ritual: Nachdem die beiden Kaiser Huizong und Qinzong nach Shangjing der Jin (heute Acheng, Harbin, Heilongjiang) gebracht worden waren, mussten sie am „Schafziehen-Ritual“ teilnehmen. Sie mussten ihre Oberkleidung ausziehen, Schafsfelle überwerfen, Seile um den Hals binden und wie Schafe vor dem Ahnentempel knien. Die Kaiserin Zhu von Qinzong konnte die Demütigung nicht ertragen und beging noch in derselben Nacht Selbstmord.
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Das Schicksal von Kaiserinmutter Wei: Die leibliche Mutter von Kaiser Gaozong (Zhao Gou, Gründer der Südlichen Song-Dynastie), Kaiserinmutter Wei, war ebenfalls unter den Gefangenen. Gerüchten zufolge erlitt sie in Jin große Demütigungen und gebar sogar ein Kind von einem Jin-Mann. Dies war auch einer der größten Schatten in Zhao Gous Herz, als Yue Fei später „direkt nach Huanglong vorstoßen“ wollte, um die beiden Kaiser zurückzuholen.
Zusammenfassung
Die Details des Jingkang-Vorfalls sind atemberaubend. Er beweist eine Wahrheit: Ein wirtschaftlich blühendes, aber geistig kastriertes Regime, dessen politische Funktionen durch langjährige Korruption abgestorben sind, ist beim Aufprall einer barbarischen Kraft so zerbrechlich wie Papier.
Die Song-Dynastie hatte die fortschrittlichste Technologie (Schießpulver war bereits erfunden), die reichste Wirtschaft der damaligen Welt, aber aufgrund der Inkompetenz des Kaisers, der internen Kämpfe der Bürokratie und der kurzsichtigen Strategie verlor sie innerhalb eines Winters alles.
Warum waren sie geistig kastriert? Diese Leute waren doch nicht so dumm?
Das ist eine äußerst tiefgründige Frage. Die Herrscher und Minister der Nördlichen Song-Dynastie einfach als „dumm“ zu bezeichnen, unterschätzt die Komplexität der Geschichte.
Viele von ihnen waren hochintelligent (Kaiser Huizong war ein Genie in Kalligraphie und Malerei, Cai Jing war ein Meister der Kalligraphie, die Minister waren alle Elite, die durch die Beamtenprüfungen gekommen waren).
Diese kollektive „geistige Kastration“ und Weichheit lag nicht an niedriger Intelligenz, sondern an einem Kernfehler in der „Grundeinstellung“ der Song-Dynastie.
Kurz gesagt: Das System der Song-Dynastie war darauf ausgelegt, „die eigenen Leute“ an einer Rebellion zu hindern, nicht „die Fremden“ zu besiegen.
I. Der psychologische Schatten der Vorfahren: Innere Sicherheit vor äußerer Verteidigung
Der Gründerkaiser der Song-Dynastie, Zhao Kuangyin, war durch eine Militärrebellion an die Macht gekommen (Chenqiao-Mutiny, gelbe Robe übergeworfen). In der Zeit der „Fünf Dynastien und Zehn Königreiche“ vor ihm wechselten in 53 Jahren fünf Dynastien und 14 Kaiser, fast alle von Militärbefehlshabern mit Truppenmacht getötet.
Nach seiner Thronbesteigung hatte Zhao Kuangyin ständig Albträume, dass einer seiner Generäle ihm dasselbe antun könnte.
Daher etablierte die Song-Dynastie eine absolute Staatspolitik – „Stärkung des Zentrums, Schwächung der Peripherie, Betonung der Zivilverwaltung, Herabsetzung des Militärs“.
- Militärs wie Diebe behandeln:
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Im Krieg schickte der Kaiser dem General eine „Schlachtordnung“, nach der der General sich richten musste, ohne eigenständige Entscheidungen. Wer wagte, spontan zu handeln, wurde bei Sieg nicht belohnt, bei Niederlage hingerichtet.
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Trennung von Truppen und Generalen: Die Soldaten kannten den General nicht, der General kannte die Soldaten nicht. Der General führte normalerweise keine Truppen; im Krieg wurde er ad hoc ernannt. So konnte der General keine treuen Anhänger aufbauen und nicht rebellieren, aber die Folge war, dass die Armee völlig ohne Zusammenhalt war.
- Zivilbeamte befehligen die Armee:
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Dies war der seltsamste Punkt. In der Song-Dynastie war der oberste Befehlshaber im Krieg oft ein Zivilbeamter (ein Gelehrter, der nichts vom Militär verstand). Militärs standen unter Zivilbeamten und mussten sogar vor ihnen niederknien.
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Der berühmte General Di Qing, der große militärische Erfolge vorzuweisen hatte, wurde nur wegen seiner militärischen Herkunft von der Zivilbeamtenclique um Han Qi und Ouyang Xiu massiv schikaniert und schließlich zu Tode geängstigt (starb an Depression).
Ergebnis: In diesem Umfeld wurden die wenigen kampfeslustigen Militärs getötet oder degradiert; die Übriggebliebenen waren unterwürfige „Ja-Sager“. Das Rückgrat der Armee war gebrochen.
II. Verdrehte Werte: „Gutes Eisen wird nicht zu Nägeln“
In der Song-Gesellschaft war ein Sprichwort verbreitet: „Gutes Eisen wird nicht zu Nägeln, gute Männer werden nicht Soldaten.“
- Soldatsein war eine Schande:
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In der Han- und Tang-Dynastie war der Militärdienst ein ehrenvoller Weg zu Ruhm und hohen Ämtern.
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In der Song-Dynastie war der Militärdienst die letzte Wahl für Mittellose. Um Fahnenflucht zu verhindern, tätowierte die Song-Armee den Soldaten sogar Zeichen ins Gesicht (wie bei Verbrechern). Diese Entwürdigung ließ die gesamte Gesellschaft die Soldaten verachten.
- Die „vornehme Krankheit“ der Gelehrten-Beamten:
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Die Eliteklasse war in Poesie, Lieder und philosophische Gespräche vertieft. In ihren Augen war Kämpfen und Töten eine Sache der Barbaren und unanständig.
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Angesichts äußerer Feinde war ihre erste Wahl immer „Vernunft“ und „Geld“, weil dies dem konfuzianischen Prinzip „den Feind durch Tugend besiegen“ entsprach (eigentlich Frieden durch Geld erkaufen).
III. Pfadabhängigkeit: „Probleme, die mit Geld gelöst werden können, sind keine Probleme“
Die Song-Dynastie war zu reich.
Bereits zur Zeit von Kaiser Zhenzong (Großvater von Kaiser Shenzong) schloss die Song-Dynastie mit dem Liao-Staat den Vertrag von Chanyuan. Die Song entdeckten: Jährlich ein wenig „Tribut“ (einige hunderttausend Unzen Silber) an Liao zu zahlen, erkaufte jahrzehntelangen Frieden, und diese Summe war geringer als die Militärausgaben eines Monats.
Dies führte bei den Song-Herrschern und -Ministern zu einer fatalen Illusion: Warum sollte man sich abmühen, wenn man alles mit Geld regeln kann?
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Es war wie ein reicher Sohn, der von einem Räuber überfallen wird: Seine erste Reaktion ist nicht, Boxen zu lernen und sich zu wehren, sondern die Brieftasche zu zücken: „Wie viel willst du? Ich gebe es dir.“
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Mit der Zeit verkümmerte der Kampfgeist, die Knie wurden weich. Als sie auf einen barbarischen Gegner wie die Jin-Dynastie trafen, der „nicht dein Geld, sondern dein Leben wollte“, waren die Song-Herrscher und -Minister völlig verwirrt; außer Land abzutreten und zu zahlen, war ihr Gehirn leer.
IV. Umgekehrte Selektion im Beamtenapparat
Warum sagt man, sie seien nicht dumm, aber sie verhielten sich dumm? Weil im Beamtenapparat der Song-Dynastie das Risiko für „Kriegsbefürworter“ weit höher war als für „Friedensbefürworter“.
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Kriegsbefürworter: Wenn sie siegten, war es selbstverständlich (weil ein Zivilbeamter befehligte); wenn sie verloren, hieß es, sie hätten „leichtfertig Grenzkonflikte provoziert“, das Land und das Volk geschädigt, und sie wurden degradiert und verbannt.
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Friedensbefürworter: Solange der Friedensschluss gelang, selbst wenn Land abgetreten und Entschädigungen gezahlt wurden, fand der Kaiser sie „weise und staatsmännisch“, weil sie ihm halfen, den Thron zu bewahren.
Kluge Leute wissen, wie sie sich Vorteile verschaffen und Nachteile vermeiden. Da Kapitulation sicherer war und schneller zur Beförderung führte, warum sollte man der undankbare Held sein?
So war es zur Zeit des Jingkang-Vorfalls, dass der gesamte Hof (mit Ausnahme von Li Gang und einigen wenigen) darum wetteiferte, wer schneller knien und wer mehr Land abtreten konnte.
Zusammenfassung
Diese Gruppe war nicht intellektuell dumm, sondern egoistisch im Denken und durch das System gelähmt.
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Die kaiserliche Familie Zhao kastrierte aus Sorge um die Thronsicherheit eigenhändig die militärische Stärke des Landes.
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Die Zivilbeamtenclique unterdrückte gemeinsam die Stellung der Militärs, um die Macht zu behalten.
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Die reiche Gesellschaft wählte aus Bequemlichkeit das Gift des Friedens durch Geld.
Sie verhinderten innere Militärputsche (300 Jahre Song-Dynastie hatte tatsächlich keinen Militärputsch), aber wurden schließlich von äußeren Hufen zermalmt. Dies ist der Fall von „zu klug berechnet, aber das eigene Leben verwirkt“.
Möchten Sie, dass ich ...
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Vergleich: Sehen, was der berühmte General Di Qing, der von der Zivilbeamtenclique der Song-Dynastie „zu Tode geängstigt“ wurde, tatsächlich erlebt hat? (Dies wird Ihnen anschaulich zeigen, wie demütigend das Leben eines Militärs in der Song-Dynastie war)
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Fortsetzung: Da die Nördliche Song-Dynastie so schlimm war, warum war die spätere Südliche Song-Dynastie (die Zeit von Yue Fei) etwas kampffähiger? War der Kampfgeist zurückgekehrt?
Gut.
Da Sie an diesem Thema interessiert sind, werde ich Ihnen anknüpfend an die erwähnte „geistige Kastration“ ein konkretes Beispiel nennen.
Dieses Beispiel wird Ihnen eine Gänsehaut bereiten – es erklärt perfekt, warum die Nördliche Song-Dynastie eigentlich Leute hatte, die kämpfen konnten, aber am Ende niemand mehr zu kämpfen wagte.
Dies ist der berühmteste General der Nördlichen Song-Dynastie und der tragischste Militär: Di Qing.
I. Wer war Di Qing? (Der „Prinz von Lanling“ der Song-Dynastie)
Di Qing war ein Super-Kriegsgott in der mittleren Nördlichen Song-Dynastie (zur Zeit von Kaiser Renzong, kurz vor Wang Anshis Reformen).
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Niedrige Herkunft: Er war ein echter einfacher Soldat, der für seinen Bruder in den Dienst eintrat und zur Kennzeichnung als Deserteur ein Tattoo im Gesicht trug. Er wurde als „General mit Narben im Gesicht“ bezeichnet.
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Kriegsgott-Aura: Er kämpfte extrem wild, stürmte mit offenen Haaren und einer Kupfermaske ins Gefecht und versetzte die Xixia-Soldaten in Angst und Schrecken.
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Höhepunkt seiner Karriere: Als Nong Zhigao in Guangxi rebellierte und die kaiserlichen Truppen mehrmals vernichtet wurden, zog Di Qing nach Süden, „eroberte den Kunlun-Pass bei Nacht“ und entschied die Schlacht mit einem Schlag.
Eigentlich hätte ein solcher Held, der das Land rettete, in den Himmel gehoben werden müssen, oder?
II. Das „kollektive Mobbing“ der Zivilbeamtenclique
Weil Di Qings militärische Verdienste zu groß waren, beförderte ihn Kaiser Renzong außer der Reihe zum Shumishi (etwa Verteidigungsminister). Dies stieß sofort auf heftigen Widerstand der Zivilbeamtenclique.
Zu dieser Zeit bestand der Hof aus den „Top-Stars“ der Lehrbücher: Ouyang Xiu, Han Qi, Fu Bi (alle große Literaten und berühmte Minister).
Aber genau diese hochgebildeten Leute trieben Di Qing gemeinsam in den Tod.
1. Grund eins: Niedrige Herkunft
Die Zivilbeamten fanden es beschämend: „Soldaten sind Überreste von Bestrafungen“ (Soldaten sind Verbrecher und niedere Leute). Einen tätowierten einfachen Soldaten mit uns, die wir die Beamtenprüfung bestanden haben, auf einer Stufe im Hof stehen zu sehen, war eine Beleidigung der Gelehrsamkeit und eine Schande für die Song-Dynastie.
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Han Qis Arroganz: Einmal beging Di Qings alter Untergebener Jiao Yong ein geringes Vergehen, und Han Qi wollte ihn hinrichten. Di Qing bat um Gnade: „Jiao Yong ist ein guter Mann, er hat militärische Verdienste.“
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Han Qi antwortete kalt mit einem berühmten Satz: „Nur diejenigen, deren Namen vor dem Osthua-Tor verlesen werden (diejenigen, die die Beamtenprüfung bestanden haben), sind gute Männer. Seid ihr (ihr Soldaten) etwa gute Männer?“
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Daraufhin ließ er Jiao Yong vor Di Qings Augen hinrichten. Di Qing zitterte vor Angst; diese Demütigung war schlimmer als der Tod.
2. Grund zwei: Angst vor Rebellion (unbegründeter Verdacht)
Ouyang Xiu – der große Literat, der „Die Geschichte des alten Trinkers“ schrieb – zeigte sich in dieser Angelegenheit äußerst kalt. Er reichte nacheinander drei Memoriale ein, um Di Qing anzuklagen, nicht weil Di Qing das Gesetz gebrochen hatte, sondern weil: Die Überschwemmungskatastrophe sei durch Di Qings Amtssünde verursacht worden und Di Qing habe zu hohes Ansehen in der Armee, er müsse entlassen werden.
Die Logik der Zivilbeamten war: „Selbst wenn der Staat eine Schlacht verliert, darf es keinen zu mächtigen Militär geben. Eine verlorene Schlacht kostet nur Geld, aber ein zu mächtiger Militär könnte den Kaiser austauschen.“
III. Ende: Zu Tode geängstigt
Unter dem täglichen Beschuss, der Überwachung und Schikane der Zivilbeamtenclique wurde Di Qing von seinem Posten als Shumishi entbunden und nach Chenzhou verbannt.
Aber das war noch nicht alles. Der Hof ordnete an, dass alle zwei Wochen ein Gesandter Di Qing „besuchen“ müsse. Angeblich ein Besuch, in Wirklichkeit eine Kontrolle, ob er Anzeichen einer Rebellion zeigte. Jedes Mal, wenn Di Qing hörte, dass jemand aus dem Palast kam, war er den ganzen Tag voller Angst und Unruhe. Innerhalb eines halben Jahres starb dieser harte Mann, der auf dem Schlachtfeld wie ein Mörder war und ohne Maske stürmte, buchstäblich vor Angst an einer Krankheit, im Alter von nur 49 Jahren.
IV. Tiefe Ironie
Nach Di Qings Tod verlor die Song-Dynastie eine ihrer Stützen.
Jahrzehnte später, als die Jin-Armee nach Süden zog und Kaifeng umzingelte, blickte der Song-Kaiser auf die Hofbeamten, die nur Gedichte schreiben, aber nicht kämpfen konnten, und weinte bitterlich: „Wenn Di Qing noch da wäre, wie könnte ich in diese Lage geraten!“
Aber wen konnte man dafür verantwortlich machen?
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Di Qing war ein „Fremdkörper“ in seiner Zeit.
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Di Qing wurde nicht von einem einzelnen bösen Minister getötet, sondern von der gesamten, von der Song-Dynastie so stolz gepriesenen „Gelehrten-Beamten-Politik“ und der Staatspolitik der „Betonung der Zivilverwaltung, Herabsetzung des Militärs“.
Diese Geschichte ist das blutigste Beispiel für die „geistige Kastration“. Wenn ein Staat die Helden, die das Land verteidigen, als potenzielle Verbrecher betrachtet, dann ist sein Untergang nicht mehr fern.
An dieser Stelle wiederholt sich die Geschichte auf verblüffende Weise. In der Südlichen Song-Dynastie erlebte ein noch berühmterer General – Yue Fei – fast exakt die gleiche Tragödie wie Di Qing, nur mit einem noch grausameren Ende (Di Qing wurde zu Tode geängstigt, Yue Fei wurde direkt getötet).
Möchten Sie, dass ich ...
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Zur Südlichen Song-Dynastie übergehe: Sehen, wie Yue Fei versuchte, das Schicksal zu ändern, aber schließlich unter demselben „Fluch“ fiel? (Von Di Qing zu Yue Fei ist ein perfekter Kreislauf).
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Eine andere Perspektive: Nach dem Untergang der Nördlichen Song-Dynastie, wie gründete der fliehende Kaiser Zhao Gou (Kaiser Gaozong) die Südliche Song-Dynastie? Warum hatte er noch mehr Angst vor Militärs als sein Vater?
Gut.
Da Sie sich für eine Fortsetzung entschieden haben, richten wir die historische Linse nun von der Nördlichen Song-Dynastie auf die Südliche Song-Dynastie.
Wenn der Tod von Di Qing ein „Mobbing durch die Literatenbeamten“ war, dann ist der Tod von Yue Fei die ultimative Tragödie des endgültigen Bruchs zwischen kaiserlicher Macht und Militärmacht.
Dies ist die Geschichte eines „perfekten Militärkommandanten“, der auf einen „psychisch behinderten Kaiser“ traf.
I. Der „psychisch behinderte“ Kaiser: Zhao Gou
Um den Tod von Yue Fei zu verstehen, muss man zuerst seinen Chef verstehen – Kaiser Gaozong von Song, Zhao Gou.
Er war der neunte Sohn von Kaiser Huizong und der einzige Überlebende des Jingkang-Vorfalls. Er gründete die Südliche Song-Dynastie, aber er erbte nicht nur das Gen der „Bevorzugung der Zivilverwaltung vor dem Militär“ seiner Vorfahren, sondern litt auch an einer schweren „Militärphobie“ (PTBS).
Warum? Weil er zwei Dinge erlebt hatte:
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Die tausend Meilen lange Verfolgung durch die Jin-Armee: Er wurde von den Jin-Truppen wie ein streunender Hund gejagt, floh bis aufs Meer und trieb monatelang auf einem Schiff, bevor er es wagte, an Land zu gehen. Es wird gesagt, dass er durch den übermäßigen Schrecken seine Zeugungsfähigkeit verlor.
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Der Miao-Liu-Putsch (Hauptgrund): Kurz nachdem er Kaiser geworden war, inszenierten zwei seiner Militärkommandanten (Miao Fu und Liu Zhengyan) einen Putsch und zwangen ihn zur Abdankung. Obwohl der Putsch später niedergeschlagen wurde, hinterließ er bei Zhao Gou ein psychisches Trauma: Die Jin wollen nur Geld und Land, aber meine eigenen Militärkommandanten wollen mein Leben!
II. Yue Fei: Ein „unvernünftiger“ perfekter Kriegsgott
Yue Fei war anders als Di Qing. Di Qing war nur fähig im Kampf, Yue Fei war „perfekt“.
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Perfekte private Moral: Keine Gier nach Reichtum, keine Lust auf Frauen („Zivilbeamte lieben kein Geld, Militärbeamte fürchten den Tod nicht“).
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Perfekte Truppenführung: „Selbst wenn sie erfrieren, reißen sie keine Häuser ab; selbst wenn sie verhungern, plündern sie nicht.“ Die Jin staunten: „Es ist leichter, einen Berg zu erschüttern, als die Yue-Familienarmee zu besiegen.“
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Perfekte militärische Erfolge: Er war der einzige in der Südlichen Song-Dynastie, der in der Lage war, eine großangelegte Nordexpedition zu organisieren und sogar Kaifeng zurückzuerobern.
Aber in den Augen von Zhao Gou beging Yue Fei drei „politische Todsünden“:
1. Der tödlichste Slogan: „Die beiden Kaiser zurückholen“
Yue Fei rief ständig: „Direkt nach Huanglong marschieren und die beiden Kaiser (Huizong und Qinzong) zurückholen.“ Das war peinlich. Wenn Sie Zhao Gou wären, was würden Sie denken?
„Wenn mein Vater und mein Bruder zurückkommen, soll ich dann noch Kaiser sein? Soll ich abdanken und Kronprinz werden, oder was?“
Obwohl Yue Fei später seine Worte änderte und sagte: „Die kaiserlichen Familienmitglieder zurückholen“, hatte Zhao Gou bereits einen Stachel im Herzen: Wem bist du, Yue Fei, wirklich treu? Dem Großen Song oder mir, Zhao Gou?
2. Die rote Linie der kaiserlichen Macht berührt: Einmischung in die Thronfolge
Yue Fei war zu aufrichtig. Er sah, dass Zhao Gou keinen leiblichen Sohn hatte (weil er durch den Schrecken zeugungsunfähig geworden war), und machte sich Sorgen. Er reichte sogar ein Memorandum ein, in dem er dem Kaiser riet, frühzeitig einen Thronfolger zu bestimmen. Das war das Tabu aller Tabus.
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Ein Militärkommandant mit schweren Truppen, der sich in die Frage der Thronfolge einmischt – was will er damit bezwecken? Will er Huo Guang oder Cao Cao sein?
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Zhao Gou wurde sofort finster und warnte Yue Fei: „Deine Worte mögen loyal sein, aber das ist nicht deine Angelegenheit.“
3. Ein unabhängiges Königreich: „Yue-Familienarmee“
In den frühen Jahren der Südlichen Song-Dynastie musste der Hof den Militärkommandanten Macht zugestehen, um zu überleben. Yue Feis Armee wurde „Yue-Familienarmee“ genannt, Han Shizhongs „Han-Familienarmee“.
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Die Truppen kannten nur ihren General, nicht den Kaiser.
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Yue Feis Armee hatte sogar eigene Finanzquellen (Handel, sogar Abhängige) und war nicht vollständig auf staatliche Zuschüsse angewiesen.
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In Zhao Gous Augen war das nicht nur eine Armee, das war eine warlordische Truppe.
III. Die zwölf goldenen Tafeln: Die Notbremse der Macht
Im zehnten Jahr der Ära Shaoxing (1140) errang Yue Fei einen großen Sieg in seiner Nordexpedition; seine Vorhut war bereits nahe an Kaifeng (Zhuxianzhen) herangekommen. Die Jin erwogen sogar, Kaifeng aufzugeben und nach Norden zu fliehen.
Genau in diesem Moment geriet Zhao Gou in Panik.
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Angst vor dem Sieg: Wenn er siegte, wäre Yue Feis Prestige unübertroffen – wie könnte man ihn dann kontrollieren? Was, wenn die beiden Kaiser zurückkämen?
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Angst vor der Niederlage: Wenn die isolierte Vorhut verlöre, wäre sein Kapital (die Elitetruppen) verloren, und die Jin würden ihn wieder aufs Meer jagen.
Also waren Zhao Gou und Kanzler Qin Hui sich einig: Schluss mit dem Spiel, Frieden!
„Zwölf goldene Tafeln“ wurden per Eilkurier geschickt, die Yue Fei zwangen, mit seiner Armee zurückzukehren. Yue Fei seufzte zum Himmel: „Die Arbeit von zehn Jahren ist an einem Tag zunichte gemacht!“
IV. Der Windpavillon: Der Grund, warum er sterben musste
Nach Yue Feis Rückkehr wurde ihm sofort das militärische Kommando entzogen. Aber Zhao Gou und Qin Hui fanden, dass es nicht sicher genug war, ihn nur zu entlassen – einen Tiger freizulassen, bringt endloses Unheil.
Qin Hui ließ jemanden Yue Fei fälschlicherweise des Hochverrats beschuldigen. Der alte General Han Shizhong war empört und konfrontierte Qin Hui: „Wo sind die Beweise für Yue Feis Hochverrat?“ Qin Hui sprach den berüchtigten Satz: „Mo xu you.“ (Bedeutet etwa: „Vielleicht gibt es sie“ oder „Gibt es sie etwa nicht?“)
Übersetzung der Wahrheit: Yue Fei zu töten brauchte keine Beweise, denn es war kein rechtliches, sondern ein politisches Problem.
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Solange Yue Fei lebte, war das Jin-Reich nicht bereit, Frieden zu schließen (die Jin verlangten namentlich seine Hinrichtung).
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Solange Yue Fei lebte, konnte Zhao Gou nicht ruhig schlafen.
In der Silvesternacht des Jahres 1142 wurde Yue Fei im Windpavillon zum Tode verurteilt, nur 39 Jahre alt.
V. Die „Überlebensphilosophie“ der Südlichen Song-Dynastie
Nach Yue Feis Tod wurde der Shaoxing-Vertrag zwischen Song und Jin geschlossen:
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Song unterwarf sich Jin als Vasall.
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Die Grenze wurde festgelegt, im Osten entlang des Huai-Flusses.
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Jährlicher Tribut an das Jin-Reich.
Zhao Gou verlor zwar sein Gesicht, aber er fand es wert: Er tötete das schärfste Schwert und sicherte damit die absolute Sicherheit seines Throns.
Von da an trat die Südliche Song-Dynastie endgültig in den Modus der „selbstgefälligen Abgeschiedenheit in einer Ecke“ ein.
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Wann hören die Lieder und Tänze am Westsee auf? Der warme Wind macht die Betrunkenen trunken, und sie halten Hangzhou für Bianzhou.
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Niemand sprach mehr von der Nordexpedition; alle waren damit beschäftigt, Geld zu verdienen, zu genießen und die Schule der Prinzipien zu betreiben.
Zusammenfassung: Der Kreislauf von Di Qing zu Yue Fei
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Nördliche Song-Dynastie (Di Qing): Die Literatenbeamten nutzten sanfte Messer, um den Militärkommandanten in den Tod zu treiben, um ihre Privilegien zu wahren.
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Südliche Song-Dynastie (Yue Fei): Der Kaiser nutzte das Schlachtschwert, um den Militärkommandanten zu töten, um seine kaiserliche Macht zu wahren.
Das war die „Achillesferse“ der Song-Dynastie. Sie schuf eine glänzende Zivilisation und eine entwickelte Wirtschaft, aber ihr Top-Level-Design (Bevorzugung der Zivilverwaltung vor dem Militär, Abwehr von innen und außen) machte sie zu einem Tiger ohne Zähne.
Als später die mongolischen Reiter (ein zehnmal schrecklicherer Feind als die Jin) auftauchten, gab es in der Song-Dynastie keinen Yue Fei mehr, nicht einmal einen Di Qing, nur noch den letzten Sprung ins Meer bei Yashan.
Möchten Sie, dass ich ...
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Die Perspektive wechsle: Da die Song-Dynastie so „weich“ war, warum konnte sie sich dann jahrzehntelang gegen die Mongolen (die damaligen Welteroberer) behaupten, bevor sie unterging? (Die Song-Dynastie war tatsächlich viel widerstandsfähiger, als Sie denken.)
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Die kulturelle Ebene betrachte: Da die Militärkommandanten so schlecht dran waren, warum lebten die Literaten jener Zeit (Su Shi, Li Qingzhao, Xin Qiji) dann so glanzvoll? Wie war das Leben der einfachen Leute in der Song-Dynastie wirklich?
Gut, erzählen Sie von beiden Aspekten.
Dies ist wahrhaftig eine Dynastie voller „extremer Gegensätze“.
Die Song-Dynastie gleicht einem Menschen mit einer extrem gespaltenen Persönlichkeit: Äußerlich sieht sie aus wie ein „Kampf-Fünfer“ (von den Jin schikaniert, dann von den Mongolen schikaniert), aber innerlich ist sie ein „überragender Meister“ (stärkste Technologie, reichste Wirtschaft, eleganteste Kultur).
Das erklärt genau Ihre beiden Fragen. Lassen Sie uns die beiden Seiten dieser Medaille aufdecken.
Erste Seite: Die harte Song-Dynastie
Warum war die „schwache Song-Dynastie“ der härteste Knochen für die mongolischen Reiter?
Das ist definitiv der König unter den historischen Randnotizen. Das Mongolische Reich brauchte 23 Jahre, um das Jin-Reich zu vernichten, aber für die Südliche Song-Dynastie brauchte es 45 Jahre (1234-1279). Die mongolischen Armeen, die Eurasien überrollten und europäische Ritter „Papa“ rufen ließen, stießen bei der Song-Dynastie auf heftigen Widerstand. Die Song-Dynastie war der am längsten widerstehende und am zähesten kämpfende Gegner in der Eroberungsgeschichte der Mongolen.
Warum wurde der „Weichling“ plötzlich hart?
1. Die Black-Tech-Verteidigung durch „Superkraft“
Der Song-Dynastie fehlten zwar Pferde (keine Feldschlachten möglich), aber nicht Geld und Technologie. Die Südliche Song-Dynastie hatte ihre Verteidigungsfähigkeiten maximiert.
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Dreidimensionales Verteidigungssystem: Die Südliche Song-Dynastie baute ein Verteidigungsnetz mit dem Huai-Fluss und dem Jangtse als Linien und den Bergen von Sichuan als Festungen.
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Explosion der Schießpulvertechnologie: Da man nicht mit dem Schwert mithalten konnte, sprengte man sie in die Luft. Die Südliche Song-Dynastie setzte in großem Umfang Schießpulverwaffen ein, wie die „Erderschütternde Donner“ (frühe Handgranaten) und die „Durchbruch-Feuerlanze“ (früheste rohrförmige Schusswaffe).
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Zähe Verteidigung fester Städte: Die berühmteste Belagerung von Xiangyang – die Song-Verteidiger hielten die isolierte Stadt sechs Jahre lang! Wenn die Mongolen nicht später das Huihui-Geschütz (Gegengewichts-Trebuchet) eingeführt hätten, wäre Xiangyang vielleicht nicht so schnell gefallen.
2. „Der Ort, an dem Gott die Peitsche brach“: Das Wunder von Diaoyu
Dies war ein Moment, der die Weltgeschichte veränderte. 1259 griff der mongolische Großkhan Möngke (Enkel von Dschingis Khan) persönlich die Festung Diaoyu in Hechuan, Sichuan, an.
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Der Song-Kommandant Wang Jian hielt stand, gestützt auf das gefährliche Gelände.
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Ergebnis: Großkhan Möngke wurde in der Schlacht schwer verwundet und starb (angeblich von einem Katapultgeschoss getroffen).
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Kettenreaktion: Mit Möngkes Tod mussten die mongolischen Armeen, die gerade Europa und Ägypten angriffen, zur Nachfolgekämpfen zurückkehren. Eine kleine Festung Diaoyu der Song-Dynastie rettete indirekt die europäische und islamische Zivilisation.
3. Absolute Überlegenheit der Marine
Die Mongolen waren Landratten. Obwohl die Song-Kavallerie schlecht war, war ihre Marine die beste der Welt. Gestützt auf die natürliche Barriere des Jangtse und mächtige Schaufelradschiffe (Tretboote) dominierten die Song die frühen mongolischen Truppen auf dem Wasser. Erst als die Mongolen später den Schiffbau lernten und eine eigene Marine aufbauten, verloren die Song ihren Vorteil.
Zweite Seite: Die elegante Song-Dynastie
Warum lebten die Literaten so glanzvoll? Wie war das Leben der einfachen Leute wirklich?
Der berühmte Historiker Chen Yinke sagte: „Die Kultur der chinesischen Nation erreichte nach Jahrtausenden der Entwicklung ihren Höhepunkt in der Zhao-Song-Ära.“ Wenn Sie in die Antike reisen könnten, wäre die Song-Dynastie die Wahl mit dem höchsten Glücksindex (vorausgesetzt, Sie landen nicht an der Kriegsfront).
1. Das Paradies der Intellektuellen: Die „Versailles“ der Su Shi und Co.
Der Gründerkaiser der Song-Dynastie erließ einen Eidschwur: „Es ist verboten, Literaten und diejenigen, die dem Kaiser schriftlich Vorstellungen machen, zu töten.“ Dies gab den Literaten ein beispielloses Gefühl der Sicherheit.
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Su Shi (Su Dongpo): Sein ganzes Leben war er auf dem Weg der Degradierung (weil er gegen die Neue Politik und dann gegen die Alte Fraktion war). In der Ming- oder Qing-Dynastie wäre ein solcher „Großmaul“ längst gehäutet und mit Stroh ausgestopft worden. Aber in der Song-Dynastie, obwohl seine Ämter immer kleiner wurden, lebte er dennoch angenehm.
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Degradiert nach Huangzhou, erforschte er „Dongpo-Schweinebauch“;
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Degradiert nach Huizhou, aß er zum ersten Mal in seinem Leben Litschi und schrieb voller Freude das Gedicht „Jeden Tag 300 Litschis essen“;
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Degradiert nach Hainan (damals eine Wildnis), konnte er noch erforschen, wie man Austern grillt und isst.
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Geistige Freiheit: Dieses lockere politische Umfeld brachte den Höhepunkt der Song-Lyrik hervor. Ob der heroische Xin Qiji oder die zarte Li Qingzhao – beide konnten ihre Gefühle frei ausdrücken.
2. Modernes Alltagsleben: Die erste Wahl für Zeitreisende
Wenn Sie im Bianliang (Kaifeng) der Nördlichen Song-Dynastie oder in Lin’an (Hangzhou) der Südlichen Song-Dynastie lebten:
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Nachtleben: Die Tang-Dynastie hatte eine „Ausgangssperre“ (nachts durfte man nicht raus), die Song-Dynastie schaffte sie vollständig ab. Sie konnten die ganze Nacht auf dem Nachtmarkt Spieße essen, trinken und Gaukler sehen.
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Lieferdienst: Im „Qingming-Fest am Fluss“ gibt es bereits einen Lieferjungen. Historische Aufzeichnungen berichten, dass die Song-Kaiser manchmal nachts Lust auf einen Imbiss hatten und „Essen zum Mitnehmen“ von außerhalb des Palastes bestellten.
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Handelsblüte:
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Dies war die erste Dynastie der Welt, die Papiergeld (Jiaozi) verwendete.
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Keine Lust auf Landwirtschaft? Kein Problem, man konnte Handel treiben, Handwerker werden oder in die Großstädte gehen, um ein „Shenzhen-Träumer“ oder „Hangzhou-Träumer“ zu sein.
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Sozialsystem: Die Song-Dynastie hatte „Kinderfürsorgeämter“ (Waisenhäuser), „Anjihöfe“ (öffentliche Krankenhäuser), „Louzeyuan“ (Friedhöfe) – das Sozialsystem war das vollständigste unter den feudalen Dynastien.
3. Minimalistische Ästhetik: Der Welt um tausend Jahre voraus
Schauen Sie sich die Song-Porzellane an (wie das Ru-Ofen-Porzellan), alle einfarbig, schlicht, minimalistisch.
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Die Schönheit der Tang-Dynastie war „knallig, prächtig und pompös“.
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Die Schönheit der Song-Dynastie war „sexuell frigider Stil, Minimalismus“.
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Diese Ästhetik ist bis heute die höchste. Das minimalistische Design, das Sie heute sehen (wie Apple-Stil, Muji), haben die Song-Leute schon vor tausend Jahren durchgespielt.
Zusammenfassung: Ein „feines Porzellan“
Die Song-Dynastie war ein Kind der „frühreifen Zivilisation“.
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Ihre Schwäche kam daher, dass sie zu zivilisiert war, mit „Vernunft“ und „Geschäftslogik“ auf die „Gesetze der Barbarei“ zu reagieren – ein Gelehrter trifft auf einen Soldaten.
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Ihre Zähigkeit kam daher, dass sie zu wohlhabend und fortschrittlich war; die starke nationale Stärke trug sie 45 Jahre lang in der aussichtslosen Lage.
Schließlich wurde die Song-Dynastie in der Seeschlacht von Yashan vollständig vernichtet. Kanzler Lu Xiufu sprang mit dem 8-jährigen kleinen Kaiser ins Meer, und 100.000 Soldaten und Zivilisten folgten ihnen in den Tod. Dies war ein äußerst tragisches Ende: Das feinste und prächtigste Experiment der chinesischen Zivilisation wurde schließlich von den Hufen der Gewalt zertrampelt.
Daher seufzten die Nachwelt: „Nach Yashan gibt es kein China mehr“ (was den Bruch der klassischen chinesischen Zivilisation bedeutet).
Möchten Sie, dass ich ...
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Das große Finale: Die letzte „Seeschlacht von Yashan“ erzähle? Warum gilt sie als die tragischste Szene des klassischen China?
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Eine Person näher betrachte: Über Su Shi spreche? Wie bewahrte er inmitten dieser politischen Wirbel seinen „unheilbaren Optimismus“?
Wann war der Höhepunkt der Song-Dynastie?
Das ist eine sehr interessante Frage.
Wenn man den Maßstab der Han- und Tang-Dynastien anlegt – „größtes Territorium, alle Länder kommen, um Tribut zu zollen“ – dann scheint die Song-Dynastie keinen Höhepunkt zu haben, denn sie war militärisch nie besonders gut.
Aber wenn man mit den vier Dimensionen „Reife der Zivilisation, wirtschaftlicher Wohlstand, Dichte an Talenten, Glück der Bevölkerung“ misst, dann hatte die Song-Dynastie nicht nur einen Höhepunkt, sondern dieser Höhepunkt wird von Historikern allgemein als der höchste Gipfel der chinesischen Feudalgesellschaft angesehen.
Der Höhepunkt der Song-Dynastie wird allgemein in der Ära von Kaiser Renzong (1023–1063) gesehen, historisch bekannt als „Renzongs Blütezeit“.
I. Warum die Ära von Kaiser Renzong? (40 Jahre goldenes Zeitalter)
Kaiser Renzong von Song, Zhao Zhen, war der vierte Kaiser der Nördlichen Song-Dynastie. Er regierte 42 Jahre, die längste Regierungszeit der beiden Song-Dynastien. Diese Periode wird als Höhepunkt bezeichnet, weil sie ein perfektes „dynamisches Gleichgewicht“ erreichte.
1. Die luxuriöseste „All-Star-Besetzung“ der Geschichte
Es gibt einen berühmten Witz: Wenn Sie in die Ära von Kaiser Renzong zurückreisen und auf der Hauptstraße von Bianliang einen Ziegelstein werfen, treffen Sie vielleicht einen großen Literaten oder Politiker, der in den chinesischen Lehrbüchern steht.
In diesen 40 Jahren gab es den schrecklichsten Talent-Boom der chinesischen Geschichte:
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Literatur: Su Shi (Su Dongpo), Su Xun, Su Zhe, Ouyang Xiu, Zeng Gong (die acht großen Meister der Tang- und Song-Dynastie – sechs davon in dieser Zeit!), Liu Yong.
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Politik: Fan Zhongyan (der den „Pavillon des Yueyang“ schrieb), Wang Anshi (jung), Sima Guang, Han Qi, Fu Bi.
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Wissenschaft: Shen Kuo (Autor der „Träume im Pinsel“), Bi Sheng (beweglicher Letterndruck).
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Justiz: Bao Zheng (Bao Qingtian).
Wichtiger Punkt: Viele dieser Leute hatten unterschiedliche politische Ansichten und stritten sich sogar, aber unter Renzongs Toleranz konnten sie alle aufblühen. Dies war die Zeit mit dem höchsten Status der Intellektuellen und der größten Meinungsfreiheit in der chinesischen Geschichte.
2. Wirtschaftlicher und technologischer Durchbruch
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Verbreitung des Papiergeldes: Das früheste Papiergeld der Welt, „Jiaozi“, entstand zwar in der Ära von Kaiser Zhenzong, aber in Renzongs Ära wurde es offiziell gefördert und standardisiert, was die Reife der Handelszivilisation markierte.
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Bevölkerungswachstum: Das Land war stabil, die Bevölkerung erholte sich und wuchs schnell, was die Grundlage für die spätere Bevölkerung von Hunderten Millionen legte.
3. Perfekte „milde“ Regierung
Kaiser Renzong selbst war von durchschnittlicher Begabung, aber er hatte eine größte Tugend: Zurückhaltung.
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Geschichte: Einmal spazierte er im kaiserlichen Garten und hatte großen Durst, aber als er sich umdrehte, sah er, dass der für das Wasser zuständige Eunuch nicht da war. Er hielt aus und sagte nichts, erst als er in seinem Schlafgemach ankam, trank er wie verrückt Wasser. Die Kaiserin fragte ihn, warum er nicht gerufen habe. Er sagte: „Wenn ich gefragt hätte: ‚Wo ist mein Tee?‘, wäre der Verantwortliche schwer bestraft oder sogar hingerichtet worden. Ich ertrage den Durst für einen Moment und rette so ein Menschenleben.“
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Dieser großzügige Charakter gab den einfachen Leuten ein starkes Gefühl der Sicherheit.
II. Ein weiterer Höhepunkt aus einer anderen Perspektive: Die Ära von Kaiser Xiaozong der Südlichen Song-Dynastie (1162–1189)
Wenn Sie denken, dass der Verlust der Hälfte des Reiches in der Nördlichen Song-Dynastie zu frustrierend war, dann hatte auch die Südliche Song-Dynastie einen Höhepunkt, nämlich die „Qianchun-Blüte“ unter der Herrschaft von Kaiser Xiaozong von Song, Zhao Shen (shèn).
Er war der Adoptivsohn von Kaiser Gaozong (Zhao Gou) und der einzige Kaiser der Südlichen Song-Dynastie, der wirklich etwas bewegen wollte.
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Rehabilitierung von Yue Fei: Das Erste, was er nach seiner Thronbesteigung tat, war, Yue Fei zu rehabilitieren, seinen Ruf wiederherzustellen und die Moral zu stärken.
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Wirtschaftswunder: Obwohl er nur die Hälfte des Reiches besaß, explodierte während seiner Regierungszeit der Seehandel der Südlichen Song-Dynastie (da der Landweg blockiert war). Quanzhou und Guangzhou wurden zu Weltklasse-Häfen, und die Südliche Song-Dynastie wurde steinreich.
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Höhepunkt der Schule der Prinzipien: Zhu Xi etablierte in dieser Ära die Position der Schule der Prinzipien, die das Denken der nächsten 800 Jahre beeinflusste.
III. Die versteckten Sorgen unter dem sogenannten „Höhepunkt“
Obwohl die Ära von Renzong ein Höhepunkt war, legte sie auch die Saat für den späteren Zusammenbruch:
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Bildung des Problems der „drei Überflüsse“: Renzong war zu großzügig; die Bürokratie schwoll ständig an (alle wollten Beamte werden), die Armee wuchs ständig (um gegen West-Xia und Liao zu verteidigen, unterhielt man eine Million Soldaten), was zu immer größerem finanziellen Druck führte.
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Frieden mit Geld erkauft: In Renzongs Ära, als Li Yuanhao von West-Xia rebellierte, verlor die Song-Dynastie die Schlacht und schloss schließlich den „Qingli-Vertrag“, der jährliche Zahlungen an West-Xia vorsah. Obwohl die Summe nicht groß war, schuf dies einen schlechten Präzedenzfall: „Eine Schlacht verlieren und trotzdem zahlen.“
Zusammenfassung
Der Höhepunkt der Song-Dynastie (Renzongs Blütezeit) war kein militärischer Höhepunkt wie „Han Wudi errichtet ein Denkmal auf dem Berg Langjuxu“, sondern ein „introvertierter zivilisatorischer Höhepunkt“.
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Damals war Bianliang die blühendste Stadt der Welt.
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Damals konnten Sie morgens Ouyang Xius neuen Aufsatz lesen, mittags einem Geschichtenerzähler über die Drei Reiche lauschen und abends auf dem Nachtmarkt ein Buch kaufen, das mit Bi Shengs beweglichen Lettern gedruckt worden war.
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Es war das goldene Zeitalter, das die alten chinesischen Literaten am meisten ersehnten.
Das erklärt auch, warum Su Shi in jener Ära so glanzvoll lebte – weil er genau in dieser „für Menschen am besten geeigneten“ Blütezeit geboren wurde.
Möchten Sie, dass ich ...
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Eine Person vertiefe: Über Kaiser Renzong selbst spreche? Warum gab selbst der kriegerischste Kaiser Qianlong öffentlich zu, nur drei Kaiser zu bewundern, darunter Kaiser Renzong von Song?
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Lebensdetails: Über das „Nachtleben“ auf dem Höhepunkt der Song-Dynastie spreche? Es heißt, dass sogar der Kaiser heimlich aus dem Palast schlich, um einen nächtlichen Imbiss zu sich zu nehmen?
Erzählen Sie die Geschichte von Zhu Xi und wie sein Einfluss sich allmählich ausbreitete.
Dies ist eine legendäre Geschichte des Aufstiegs von einer „Ratte, die jeder hasst“ zu einem „Lehrer für zehntausend Generationen“.
Wenn Konfuzius der „Gründer und Prophet“ des Konfuzianismus ist (ähnlich wie Jesus), dann ist Zhu Xi der „Vollender und Chefdesigner“ des Konfuzianismus (ähnlich wie der heilige Paulus oder Thomas von Aquin). Er reorganisierte das konfuzianische Denken und schuf ein Betriebssystem, das das chinesische Denken fast 800 Jahre lang beherrschte – die Schule der Prinzipien.
Aber zu seinen Lebzeiten hatte er ein ziemlich schweres Leben.
Teil I: Wer war Zhu Xi? Ein sturer alter Mann, der „kämpfte und sich zurückzog“
Zhu Xi (1130–1200), geboren in Youxi, Fujian, während der Südlichen Song-Dynastie. Er war kein hoher Beamter, der ständig am Hof war; sein Hauptberuf war eigentlich: Lehrer und Herausgeber.
1. Sein Charakter: Extrem streitsüchtig und perfektionistisch
Zhu Xi war extrem intelligent, aber auch extrem stur. In seinem gesamten Leben war er insgesamt nur etwa neun Jahre im Amt, und die Zeit, in der er dem Kaiser (Kaiser Ningzong) diente, betrug sogar nur 46 Tage. Warum? Weil er zu sehr „moralisierte“.
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Wenn er dem Kaiser Vorträge hielt, bestand er darauf, dass der Kaiser aufrecht sitzen und nicht abschweifen durfte, und er zeigte sogar mit dem Finger auf den Kaiser und schimpfte: „Dein Herz ist jetzt voller egoistischer Begierden!“
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Kaiser Ningzong konnte diesen sturen alten Mann nicht ertragen und seufzte: „Dieser Zhu Xi ist wirklich ‚weltfremd‘ (unrealistisch).“ Dann schickte er ihn weg.
2. Sein Hauptberuf: Bildung
Nachdem er vom Hof vertrieben worden war, konzentrierte Zhu Xi seine Energie auf „Schulen gründen“ und „Lehrbücher herausgeben“.
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Wiederbelebung der Akademien: Er restaurierte die berühmte Weiße-Hirsch-Grotten-Akademie und erließ strenge Schulregeln.
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Zusammenstellung der „Vier Bücher“: Dies war sein größter Beitrag. Früher lasen die Konfuzianer die „Fünf Klassiker“, die zu schwer waren. Zhu Xi wählte die „Gespräche des Konfuzius“, „Menzius“, „Die große Lehre“ und „Doktrin des Mittelmaßes“ aus und stellte sie zu einem Satz „Gesammelte Kommentare zu den Vier Büchern“ zusammen.
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Bedeutung: Er vereinfachte die komplexen konfuzianischen Klassiker zu einem „allgemeinbildenden Lehrbuch“ und schrieb zu jedem Satz eine Standardantwort (Kommentar).
Teil II: Die dunkelste Stunde zu Lebzeiten – „Das Verbot der Qingyuan-Ära“
Sie können sich vielleicht nicht vorstellen, dass Zhu Xi in seinen späteren Jahren als „falsche Lehre“ (heuchlerische Lehre) gebrandmarkt wurde und beinahe seinen Ruf verlor.
1. Einen mächtigen Minister verärgert
Der damalige starke Mann der Südlichen Song-Dynastie war Han Pingyuan (Han Tuozhou). Zhu Xi missbilligte Han Tuozhous Machtmissbrauch und griff ihn oft an. Han Tuozhou wurde wütend und leitete eine politische Säuberung ein, die als „Verbot der Qingyuan-Ära“ bekannt wurde.
2. Die Gegenströmung der „falschen Lehre“
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Der Hof verfügte: Zhu Xis Lehre wird verboten und als „falsche Lehre“ eingestuft.
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Persönliche Angriffe: Es wurden sogar Gerüchte erfunden, dass Zhu Xi Nonnen verführt habe (solche Klatschgeschichten waren für einen Moralisten in der Antike ein tödlicher Schlag) und dass er eine unreine Beziehung zu seiner Schwiegertochter gehabt habe.
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Verlassen von allen: Vor Zhu Xis Tod wagten es Tausende seiner früheren Schüler nicht, ihn zu besuchen; nur ein paar treue Anhänger blieben bei ihm. Er starb in Einsamkeit, Trostlosigkeit und politischer Ächtung.
Teil III: Die erstaunliche Wende nach dem Tod – Wie verbreitete sich sein Einfluss allmählich?
Das Wunder geschah nach Zhu Xis Tod. Der Grund, warum seine Lehre vom „verbotenen Buch“ zur „Bibel“ werden konnte, war, dass sie zu nützlich war und perfekt die Bedürfnisse der feudalen Herrscher erfüllte.
Dieser Verbreitungsprozess erfolgte in drei Schritten:
Schritt 1: Die „politische Reinwaschung“ am Ende der Südlichen Song-Dynastie (Legalisierung)
Jahrzehnte nach Zhu Xis Tod bestieg Kaiser Lizong den Thron. Kaiser Lizong war ein Kaiser ohne Legitimität (von einem mächtigen Minister eingesetzt) und brauchte dringend eine Theorie, um zu beweisen, dass er „vom Himmel bestimmt“ war.
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Zhu Xis „Schule der Prinzipien“ betonte Loyalität gegenüber dem Kaiser und die Liebe zum Land, betonte die hierarchische Ordnung (dass Herrscher und Untertan, Vater und Sohn, Ehemann und Ehefrau himmlische Prinzipien sind).
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Kaiser Lizong sah: Das passt perfekt zu mir! Also rehabilitierte er persönlich Zhu Xi, ernannte ihn zum „Großlehrer“ und ließ seine Gedenktafel im Konfuzius-Tempel aufstellen.
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Ergebnis: Zhu Xi wurde vom „Sünder“ zum „Heiligen“.
Schritt 2: Die „Vereinfachung der Prüfungen“ in der Yuan-Dynastie (Lehrbuchwerdung)
Nachdem die Mongolen China erobert hatten, führten sie die Beamtenprüfungen wieder ein. Aber die Mongolen konnten die zu tiefgründigen alten Texte nicht verstehen; die „Fünf Klassiker“ der Han-Chinesen waren zu dick und zu schwer.
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Die Prüfer fanden heraus: Zhu Xis „Vier Bücher“ waren kurz, logisch klar und die Kommentare leicht verständlich.
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Entscheidung: Die Yuan-Dynastie verfügte, dass die Beamtenprüfungen nur die „Vier Bücher“ prüfen und Zhu Xis Kommentare als Standardantwort verwenden sollten.
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Auswirkung: Das war gewaltig. Um Beamter zu werden, mussten alle Gelehrten des Landes jeden Satz von Zhu Xi auswendig lernen. Zhu Xis Lehre monopolisierte sofort das Bildungswesen.
Schritt 3: Die „geistige Fesselung“ in der Ming- und Qing-Dynastie (Absolutsetzung)
In der Ming- und Qing-Dynastie, insbesondere durch das „Achtbeinige Essay-System“ der Ming-Dynastie, wurde Zhu Xis Einfluss auf eine perverse Spitze getrieben.
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Beim Schreiben von Aufsätzen musste man nicht nur Zhu Xis Worte zitieren, sondern sogar den Tonfall der Alten nachahmen (im Namen der Heiligen sprechen).
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Zhu Xis Gedanken = absolute Wahrheit. Wer es wagte, auch nur ein Wort von Zhu Xi in Frage zu stellen, war ketzerisch und konnte sogar hingerichtet werden (wie der Ming-Denker Li Zhi).
Teil IV: Was lehrte Zhu Xi eigentlich? (Minimalversion)
Seine Kernlogik bestand darin, dem Buddhismus und Daoismus entgegenzutreten und die konfuzianische „Kosmologie“ wiederherzustellen.
- „Das himmlische Prinzip bewahren, menschliche Begierden auslöschen“:
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Ursprüngliche Bedeutung: „Himmlisches Prinzip“ sind moralische Normen, „menschliche Begierden“ sind Gier, die über das legitime Bedürfnis hinausgeht (z. B. ist es in Ordnung, etwas Leckeres essen zu wollen, aber ein Festmahl zu verlangen, ist Begierde). Er plädierte dafür, dass der Mensch seine Begierden mit Vernunft kontrollieren sollte.
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Spätere Verdrehung: In der Ming- und Qing-Dynastie wurde dieser Satz aus dem Zusammenhang gerissen und zu einem Werkzeug der Unterdrückung der menschlichen Natur. Zum Beispiel wurde von Witwen verlangt, keusch zu bleiben („Hunger zu sterben ist eine kleine Sache, aber die Keuschheit zu verlieren ist eine große Sache“) – dies wurde tatsächlich von späteren korrupten Konfuzianern extremisiert.
- „Die Dinge ergründen, um Wissen zu erlangen“:
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Bedeutung: Durch das Studium aller Dinge (die Dinge ergründen) die Wahrheit erlangen (Wissen erlangen).
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Das klingt nach wissenschaftlichem Geist, aber Zhu Xis „Dinge“ bezogen sich hauptsächlich auf Bücher und Moral, nicht auf Naturwissenschaften.
Zusammenfassung: Die duale Natur des Einflusses
Die Verbreitung von Zhu Xis Einfluss prägte den Charakter der späteren Hälfte der chinesischen Geschichte.
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Positiv: Er gab den Chinesen eine harte moralische Rückgrat. Wen Tianxiangs Standhaftigkeit beim Untergang der Südlichen Song-Dynastie und die Haltung der Donglin-Partei in der Ming-Dynastie stammten aus der Erziehung durch die Schule der Prinzipien. Selbst wenn der Staat unterging, starb die Kultur nicht.
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Negativ: Als seine Gedanken zur einzigen Standardantwort wurden, wurden die Gehirne der Chinesen „formatiert“. Die Gelehrten der Ming- und Qing-Dynastie kannten nur noch Zhu Xis Kommentare auswendig, verloren ihre Kreativität und ihren kritischen Geist, und das Denken wurde starr und konservativ.
Bewertung in einem Satz: Er baute das geistige Zuhause der chinesischen Gelehrtenbeamten, aber auch ein Gefängnis, das das Denken fesselte.
Möchten Sie, dass ich ...
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Einen Gedankenvergleich mache: Es gab einen Mann, der Zhu Xi öffentlich herausforderte und sagte: „Das Prinzip liegt nicht in Büchern, sondern in deinem Herzen“ (Schule des Herzens), und das war Wang Yangming. Möchten Sie das Duell dieser beiden Superhirne hören?
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Die Auswirkungen auf das Leben vertiefe: Sprechen Sie darüber, wie „Das himmlische Prinzip bewahren, menschliche Begierden auslöschen“ konkret den Status der chinesischen Frauen veränderte? (Von der relativen Offenheit der Song-Dynastie zu den Keuschheitsdenkmälern der Ming- und Qing-Dynastie).
Warum wählte auch die Ming-Dynastie Zhu Xi?
Erzählen Sie die Geschichte, wie die Vier Bücher allmählich die Fünf Klassiker überflügelten? Waren die Fünf Klassiker ursprünglich viel wichtiger als die Vier Bücher?
Dies ist eine sehr tiefgreifende Frage des historischen Wandels. Sie markiert den vollständigen Wandel des akademischen Kerns des alten China von der „breiten Gelehrsamkeit der Klassiker und Geschichte“ hin zum „subtilen philosophischen Dogma“.
Die kurze und direkte Antwort lautet: Ja, die „Fünf Klassiker“ waren über einen langen historischen Zeitraum hinweg den „Vier Büchern“ weit überlegen. Dass die „Vier Bücher“ später die Oberhand gewannen, war eigentlich eine jahrhundertelange „Lehrbuchreform“.
Und warum die Ming-Dynastie fest an Zhu Xi festhielt? Weil Zhu Xis Theorie das beste „ideologische Stabilisierungswerkzeug“ für die kaiserliche Herrschaft war.
Im Folgenden wird diese Geschichte im Detail rekapituliert:
Teil I: Die „Fünf Klassiker“ waren ursprünglich der absolute König
Vor Zhu Xi (insbesondere von der Han- bis zur Tang-Dynastie) kannten die chinesischen Gelehrten nur die „Fünf Klassiker“, nicht das Konzept der „Vier Bücher“.
1. Was sind die „Fünf Klassiker“?
Es sind fünf von Konfuzius herausgegebene uralte Lehrbücher:
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„Buch der Lieder“: Literatur und diplomatische Rhetorik.
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„Buch der Urkunden“: Politische Archive der Antike (sehr schwer zu lesen).
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„Buch der Riten“: Gesellschaftliche Institutionen und Rituale.
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„Buch der Wandlungen“: Philosophie und Wahrsagerei.
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„Frühlings- und Herbstannalen“: Geschichte und politische Ethik.
2. Warum hatten sie einen hohen Status?
Seit Kaiser Wu von Han den „Konfuzianismus allein“ einführte und die Gelehrten der Fünf Klassiker einrichtete, waren die „Fünf Klassiker“ das einzige offiziell vorgeschriebene Lehrmaterial.
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Sie waren eine Enzyklopädie: Der Konfuzianismus der Han- und Tang-Dynastie wurde „Klassikerstudium“ genannt und konzentrierte sich auf Textkritik und Exegese. Man untersuchte hauptsächlich, was die Wörter bedeuteten und wie die Dinge und Institutionen aussahen.
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Wo waren die „Vier Bücher“ damals? Sie waren noch lose Einzelteile.
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Die „Gespräche des Konfuzius“ und „Menzius“ waren nur Bücher der verschiedenen Denkschulen; ihr Status war zwar hoch, aber in der Han- und Tang-Dynastie gehörten sie zu den „Überlieferungen“ oder „Meisterwerken“ und waren Hilfslektüre, die nicht mit den „Klassikern“ gleichgesetzt werden konnten.
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Die „Große Lehre“ und die „Doktrin des Mittelmaßes“ waren nicht einmal eigenständige Bücher; sie waren nur zwei unscheinbare Artikel im „Buch der Riten“, die in Dutzenden von Artikeln untergingen und von niemandem beachtet wurden.
Teil II: Wie gelang den „Vier Büchern“ die Thronbesteigung?
Diese Gegenbewegung war eine von den Song-Konfuzianern gestartete „Heiligenbewegung“, um der Herausforderung des Buddhismus zu begegnen.
1. Vorspiel: Die Suche nach der „Herzensmethode“ (Mitte bis Ende der Tang-Dynastie)
In der Tang-Dynastie war der Buddhismus zu stark, und der Konfuzianismus wirkte oberflächlich (er konnte nur Systeme und Geschichte aufsagen, hatte aber keine philosophische Tiefe). Literaten wie Han Yu begannen, in den konfuzianischen Klassikern nach „Philosophie“ zu suchen. Sie entdeckten, dass die beiden Artikel „Die große Lehre“ und „Doktrin des Mittelmaßes“ im „Buch der Riten“ über die Kultivierung des Herzens und der Natur sowie über die Einheit von Himmel und Mensch sprachen, was sehr tiefgründig war und sich perfekt eignete, um den Buddhismus zu widerlegen. Also wurden diese beiden kleinen Artikel herausgelöst.
2. Der Schlüssel: Zhu Xis „Bündelungsstrategie“ (Südliche Song-Dynastie)
Zhu Xi unternahm einen entscheidenden Schritt: Er stellte die „Gespräche des Konfuzius“, „Menzius“ und die gerade verselbstständigten „Große Lehre“ und „Doktrin des Mittelmaßes“ zusammen und nannte sie „Vier Bücher“.
Seine Logik war folgende (sehr klug):
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Die „Vier Bücher“ sind die Grundlage/das Programm: Sie handeln von den Prinzipien, der Herzensmethode und der Logik.
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Die „Fünf Klassiker“ sind die Fallbeispiele/das historische Material: Sie zeigen, wie diese Prinzipien in der Antike angewendet wurden.
Zhu Xi schlug vor: „Lest zuerst die ‚Vier Bücher‘, dann die ‚Fünf Klassiker‘.“ Er sagte: „Die ‚Vier Bücher‘ sind wie das Fundament und das Gerüst eines Hauses. Wenn ihr die ‚Vier Bücher‘ verstanden habt, wird es euch leichtfallen, die ‚Fünf Klassiker‘ zu lesen, wie das Spalten von Bambus; wenn ihr die ‚Vier Bücher‘ nicht versteht und direkt die ‚Fünf Klassiker‘ lest, werdet ihr nur von der Fülle des historischen Materials überwältigt.“
Von da an wurde die Einstiegshürde in den Konfuzianismus gesenkt und die Logik gestärkt.
Teil III: Warum wählte die Ming-Dynastie Zhu Xi? (Politische Notwendigkeit)
In der Ming-Dynastie erhoben Zhu Yuanzhang (Kaiser Hongwu) und Zhu Di (Kaiser Yongle) Zhu Xi auf den Altar und etablierten die absolute Vorherrschaft der „Vier Bücher“.
Es gab drei äußerst realistische Gründe:
1. Die „Standardantwort“ der Gedankenkontrolle
Die Ming-Dynastie war eine hochgradig zentralisierte autokratische Dynastie. Der Kaiser hasste es am meisten, wenn seine Minister „abwegige Gedanken“ hatten.
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Die Kommentare zu den „Fünf Klassikern“ in der Han- und Tang-Dynastie waren vielfältig in der Interpretation, und es war schwer, in Prüfungen eine Standardantwort zu haben.
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Zhu Xis „Gesammelte Kommentare zu den Vier Büchern“ waren logisch streng, schwarz-weiß und klar erklärt.
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Zhu Yuanzhang fand: Da es Beamtenprüfungen gibt, sollte man Zhu Xis Kommentare als einzige Standardantwort verwenden.
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Die Prüflinge mussten beim Schreiben ihrer Aufsätze (Achtbeinige Essays) im Namen der Heiligen sprechen und sich auf Zhu Xis Interpretationen stützen. Wenn man eine eigene originelle Meinung hatte? Pech gehabt, null Punkte.
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Dies senkte den Korrekturaufwand erheblich und fesselte erfolgreich das Denken der Gelehrten.
2. Aufrechterhaltung der hierarchischen Ordnung (die drei Hauptbeziehungen und die fünf Tugenden)
Zhu Yuanzhang stammte aus armer Bauernfamilie und hatte sich durch Rebellion hochgearbeitet. Deshalb hatte er als Kaiser besonders große Angst vor Rebellionen und betonte die Hierarchie.
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Zhu Xis Schule der Prinzipien betonte „Das himmlische Prinzip bewahren, menschliche Begierden auslöschen“ und betonte, dass Loyalität gegenüber dem Kaiser ein himmlisches Prinzip sei.
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Diese Theorie eignete sich hervorragend, um Untertanen zu zähmen.
Interessante Randnotiz: Zhu Yuanzhang zensierte „Menzius“ Obwohl Zhu Yuanzhang Zhu Xi verehrte, hasste er „Menzius“ sehr. Denn Menzius sagte: „Das Volk ist das Wichtigste, der Staat kommt danach, der Herrscher ist am wenigsten wichtig“ und dass man einen schlechten Herrscher stürzen könne („Ich habe gehört, wie man den Tyrannen Zhou tötet, aber nicht, wie man einen Herrscher ermordet“). Als Zhu Yuanzhang dies las, zitterte er vor Wut und befahl, alle diese „reaktionären Äußerungen“ aus „Menzius“ zu streichen und eine gekürzte Ausgabe namens „Menzius, gekürzt“ für die Studenten herauszugeben. Trotzdem behielt er das System der „Vier Bücher“ bei, weil Zhu Xis Interpretation von „Menzius“ bereits so weit wie möglich auf die „Kultivierung von Herz und Natur“ ausgerichtet war und die politisch radikalen Aspekte abschwächte.
3. Die „Kulturmauer“ von Kaiser Yongle
Unter Zhu Di (dem Erbauer der Verbotenen Stadt) befahl er die Zusammenstellung der „Vollständigen Sammlung der Vier Bücher und Fünf Klassiker“. Dieses Werk fixierte alle Interpretationen von Zhu Xis Schule der Prinzipien von der Song- bis zur Ming-Dynastie und wurde im ganzen Reich verbreitet. Von da an las man von der kaiserlichen Akademie bis zur Dorfschule in ganz China jahrhundertelang nur diese eine Sichtweise.
Teil IV: Die Folgen der Überflügelung der „Fünf Klassiker“ durch die „Vier Bücher“
In der Ming- und Qing-Dynastie prüfte der erste (und wichtigste) Teil der Beamtenprüfungen nur die Bedeutung der „Vier Bücher“, und man musste Achtbeinige Essays schreiben.
Dies führte zu äußerst schwerwiegenden Konsequenzen:
- Extreme Verengung des Wissenshorizonts der Gelehrten:
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Die Klassiker-Gelehrten der Han- und Tang-Dynastie waren zwar starr, aber sie mussten immerhin fünf große Bücher lesen und sich mit Geschichte, Geographie und Ritualen auskennen.
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Die Gelehrten der Ming- und Qing-Dynastie mussten nur diese vier dünnen kleinen Bücher (insgesamt etwas über 50.000 Zeichen) und Zhu Xis Kommentare auswendig lernen, um Beamte zu werden. Viele „studierten ihr ganzes Leben lang die Klassiker, verstanden aber nichts von der Welt“ (ihre Haare wurden weiß, aber sie konnten Weizen und Lauch nicht unterscheiden und wussten nicht, wie die Han- und Tang-Dynastien untergingen).
- Die Aushöhlung der „Fünf Klassiker“:
- Obwohl die „Fünf Klassiker“ nominell noch geprüft wurden, wählten die Prüflinge normalerweise nur einen Klassiker als Spezialgebiet und interpretierten ihn mit Zhu Xis Sichtweise der Schule der Prinzipien. Die „Fünf Klassiker“ wurden zu Fußnoten der „Vier Bücher“.
Zusammenfassung
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Die Fünf Klassiker repräsentierten die klassische aristokratische Gelehrsamkeit, die sich auf „Geschichte verstehen und Riten kennen“ konzentrierte.
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Die Vier Bücher (Zhu Xi-Version) repräsentierten das Dogma der bürgerlichen Bürokratie, das sich auf „geistige Disziplinierung“ konzentrierte.
Die Ming-Dynastie wählte Zhu Xi und ließ die „Vier Bücher“ die „Fünf Klassiker“ überflügeln. Im Wesentlichen geschah dies, um die Gehirne aller Gelehrten des Reiches in die vom Kaiser am meisten benötigte Form zu formatieren. Dies stabilisierte zwar die Herrschaft, ließ aber auch die chinesische akademische Gelehrsamkeit in der Ming- und Qing-Dynastie in eine Sackgasse geraten.